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Tornado Warning

Sonntag, 18.07.2010

17.07.10 - Tag 1

Heute Tag 1 in USA und ich schaue aus meinem Schlafzimmerfenster raus und die Siedlung sieht bei Tag noch besser aus.

Frühstücke, mache mich fertig und rufe Daniel an, um mit ihm heute den Tag zu verbringen. Er fragt mich am Telefon, wie es bei uns in der Siedlung aussieht. Wie soll es bei uns aussehen? Normal halt. Er sagt mir, dass er gerade bei Steffen ist, denn das Unwetter letzte Nacht war ein kleiner Tornado, der in Steffens Siedlung Bäume rausgerissen, Dächer abgedeckt und Zeug, das bei den Leuten überall im Garten stand in der gegend rumgewirbelt hat. Daniel holt mich mit unserem Auto ab und bei Steffen sehe ich das Elend.

Der Baum bei Steffen im Garten, die Jungs haben schon angefangen auszuräumen...

Ich biete meine Hilfe an, es ist schon wieder so schwül, doch die Jungs machen das schon und ich geh' mit Barbara, Steffens Frau, auf einen echten amerikanischen Kindergeburtstag, denn der 16-monatige Luca, Steffens Sohn, ist dort eingeladen.

Wir gehen in das Schwimmbad, wo die Party von Bostons 3. Geburtstag stattfindet. Ja der Junge heißt tatsächlich "Boston", die Amis halt. Die Kinder baden, ich unterhalte ich mit den Müttern, so gut es geht, weil der Slang noch ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist.

Das Thema des Geburtstages ist "Cars", von dem Animationsfilm "Cars", der kleine fährt voll drauf ab. Alles ist dem Thema entsprechend dekoriert, schön übertrieben, wie die Amis das halt so machen.

Nach dem Baden essen wir Pizza und den Cupcakes-Kuchen, der aussieht, wie die Straße, von "Cars" mit zwei Autos davon drauf und einer Kerze in 3-Form, die der kleine Boston auspusten soll. Die Torte sieht echt gut aus, aber fragt nicht, wie die geschmeckt hat. Zucker noch und nöcher, hab nur ein kleines Stück aus Anstand gegessen, mir wurde fast schlecht von dem süßen Zeug.

Dann wurden die Geschenke ausgepackt. Natürlich alles von "Cars": Autos, Spielteppich, Baseball-Schläger, sogar das Geschenkpapier von allen war von "Cars".

Die eingeladenen Kinder bekamen dann noch Gastgeschenke von, wer hätte es gedacht...., "Cars". 

Danach gingen Barbara und ich noch in den Supermarkt zum einkaufen, wir wollten für die schuftenden Herren grillen.

sie hat mir dann gezeigt, welche Dinge ich als Deutsche mit deutschem Geschmack und weniger Dickmacherzeug kaufen kann. Ist natürlich teurer als der andere Ami-sch* aber egal.

Die haben sogar pinke Eier. Was macht das für einen Sinn das Eiweiß der Eier pink zu färben? Nobody knows.

Habe dann auch gleich ein wenig eingekauft und dann wieder ab nach Hause zu den Jungs. Die waren inzwischen fertig mit aufräumen und brachten den Baum weg. In der zwischen Zeit bereiteten wir das Abendessen vorund als die ungs wieder kamen, ging das Wetterrradio los. Das Wetterradio ist ein Warnradio, das immer angeht, wenn vor einem Tornado gewarnt wird. Die sagen dann, wieviele kommen, welche Richtung die haben und welches Verhalten die für die Leute empfehlen. Außerdem gibt es da immer so ein Piepton, welches der Warnton ist. 

Wir fünf saßen beim Essen und später standen wir hinter den Fenstern, um den Weltuntergang zu beobachten. Ein Nachbar hat das nicht interessiert, der räumte immer noch seinen Garten von gestigem Sturm auf. Erst als zwischen den Grundstücken sich ein "reisender" Fluss entwickelte, wurde ihm die Gefahr des Tornados bewusst. 

Barbara und Steffen sagten selbst, dass sie seit sie 2007 nach USA gekommen sind, so ein Tornado in diesem Maß noch nicht erlebt haben. Als der Tornado vorüber war, gingen Daniel und ich, um uns für die Fourth Street zu richten.

Daniel zeigte mir heute Abend die Fourth Street in Louisville. Die Weggeh-Party-Meile. Es war einfach bombastisch. Leuchtschriften, laute Musik und Leute bis zum geht nicht mehr. Wir waren erst in 'ner Bar mit live Musik "Howl to the Moon". Später sind wir dann ins "Hotel", wo es verschiedene Halls mit verschiedenen Musikrichtungen gab. Ich konnte trinken, Daniel iat gefahren. 

Überall waren Bachelorette-Parties. Lauter so junge Dinger, die jetzt schon meinen heiraten zu müssen. Waren bestimmt 10 verschiedene "Brides to be". Als würden die alle am Sonntag heiraten. 

Um 2 sind wir dann gegangen, Daniel war müde vom harten Tag heute und ich hatte nich ein bisschen Jetlack. War echt ein netter Abend!

So nun wäre also Tag 1 auch schon geschafft.

Arrival to USA

Sonntag, 18.07.2010

So Leute, nun komm' ich endlich zum schreiben und will Euch nun mal von meinen Start in den USA erzählen. Habe in 24 Stunden schon viel erlebt und darum komme ich erst jetzt dazu.

16.07.10:

Um ca. 11.30 pm (05:30 MET) bin ich endlich in Louisville angekommen. War eine anstrengende Reise nach insgesamt 14 Stunden. Ready for take off in München um 12:15 und 8,5 Stunden später in Philadelphia.

Time to say goodbye....Bereit zur Abreise am Flughafen MünchenGate to USA....ready for boarding...das große Abenteuer USA beginnt

Der Flug ging sehr gut vorbei, man konnte unter anderem TV schauen und Betty Ann (die Chef-Stewardess) und Ihre Crew von der US Airways kümmerten sich sehr gut um uns. Als wir zur Landung auf Phili ansetzten gabs noch 'n paar Luftlöcher, bei denen das Flugzeug immer so abfällt. Ist ja an sich nicht schlimm, solange der Pilot das im Griff hat, aber fühlt sich halt an, wie in 'ner Achterbahn (glaube ich zumindest) und ich hasse doch Achterbahnen, also hätte ich bei einem Abfallen fast gekotzt. Naja, wir sind denoch gut angekommenLächeln.

So in Phili angekommen musste ich erstmal zur Immigration, das muss jeder beim ersten US-Flughafen machen. Zur Immigration muss jeder, egal ob Leute mit oder ohne Visum. Die Immigration ist so 'ne große Halle mit vielen Desks neben einander und riesigen Schlangen dahinter. Ich musste 1,5 Stunden anstehen. Als ich dran kam gab ich dem Officer meinen Reisepass, das Formular, welches ich immer mit meinem Visum mitführen muss und das L-94 Formular, welches ich im Flugzeug ausfüllen musste. Er kontrollierte die Unterlagen, tackerte mit das L-94 in meinen Reisepass, was nun eine Kontrolle für die Amis ist, wann ich eingereist und noch wichtiger, ob ich wieder ausgereist bin. Denn bei der Ausreise wird das wieder entfernt. Manchmal verpeilen's die Officer aber, das Ding wieder raus zu machen und dann bedeutet das, dass man nie ausgereist ist - muss ich halt drauf achten, dass ich das Ding dann wieder los krieg'. Dann noch Fingerabdrücke abgeben und noch schön Foto machen, 'n paar Stempel und Unterschriften in den Reisepass bekommen und ab zum Baggage claim.

Die Gepäckausgabe ist natürlich schon lang gelaufen, wie ich auf der Anzeigetafel lese - hoffentlich ist mein Koffer noch irgendwo. Baggage claim 2, ganz links - thanks god, mein Koffer steht da noch. Super! Das hat schon mal geklappt! Nun weiter zum Gate nach Washinton DC, hoffentlich bekomm' ich den Flieger noch.......

Durch die Security Papiere kontrollieren lassen und Handgepäck und SCHUHE! abgeben und durchleuchten lassen. Der TSA-Officer (Zollbeamte) fragte mich, wie man nun meinen Nachnamen ausspricht - ich sagte es ihm und er: "Again please, again please!", also nochmal. Ihn hat's gefreut - what ever! Hab's dann zum Gate geschafft, wo mich dann so 'ne typische Ami-Braut mit wasserstoffblonden Haaren, gemachten Lippen und Oberweite und zu viel Make up mich fragte, ob ich auch nach DC fliege - du blöde Nuss, alle hier am Gate fliegen nach DCLächeln. War aber dann gut, dass sie mich angequatscht hatte, weil sie sah auf 'ner Anzeigetafel, dass das Gate geändert wurde und keiner hat 'ne Durchsage gemacht. Wenn sie da nich hingegangen wäre und geschaut hätte säß ich jetzt noch da Lächeln. Also wir zum anderen Gate und ab nach DC.

In DC angekommen wieder zum Baggage claim, jeder Koffer kam, nur meiner nicht - super! Das hat mir noch gefehlt um ca. 8, halb 9 pm. Ich dann so einen Officer gefragt und der hat mich zum Büro geschickt, wo man seine vermissten Gepäckstücke angeben kann. Die Lady hat dann alles geprüft und meinen Kofferkleber angeschaut und festgestellt, dass ich ja von hier nach Louisville fliege. "Yes I do, and now...!" Sie hat mir dann gesagt, dass er automatisch weitergeleitet wird und hier gar nicht rauskommt. OK! Dann vertrau' ich ihr mal und ab zu Gate nach Louisville. Zum Glück ist das der letzte Flieger für mich, wird langsam echt anstrengend hier. 

Der Flug nach Louisville hatte 1,5 Stunden Verspätung. Wurde aber nicht auf einmal durchgegeben, sondern immer so 5 oder 10 minutenweise. Dann haste halt immer gedacht, die paar Minuten kannst da warten (im Stehen) Missbilligen und irgendwann hab ich gedacht ich brech' zusammen. Mir tat alles weh. Dann endlich" Flight US 3009 to Louisville is ready for boarding" - ich hab ja schon gar nicht mehr dran geglaubt!

Wir steigen in den Flieger ein, in was für ein Teil - Marke "Donnerflug". Na der hat seine besten Zeiten aber auch schon lange hinter sich. Wenn 30 bis 50 Leute reingepasst haben, in dieses enge Ding, dann waren's viel. Ich müde, wie Sau in diesem Flieger drin gesessen und wir durch 'ne Gewitterfront geflogen, aber fragt nicht wie. Das kleine Ding hat gewackelt und getan, hey Leute ich hab, ohne Scheiß, das Beten angefangen. Ich dann endlich HEIL! in Louisville angekommen und....wer hätt's gedacht......wieder zum Baggage claim. Jeder Koffer kam, nur meiner nicht. Na toll! Wurde das Scheiß-Ding doch nicht automatisch weitergeleitet. Das hat mir noch gefehlt heute Nacht um 11.30 pm. Doch als letzter Koffer kam er dann doch noch, na Gott sei Dank. Naja wie sag' ich immer: Das Beste kommt ja eh immer zum Schluss!" Winken

So nun an der End-Destination angekommen, Koffer in der Hand, jetzt nur noch die Jungs finden - Steffen und Daniel. Kein Plan wohin, dann geh' ich halt mal zum Exit. Ich glaub hier sieht's gut aus, hier werden auch die anderen alle abgeholt. Ich warte und warte und natürlich werde ich nicht abgeholt. Also langsam nervt's - kann eigentlich nicht mal was glatt laufen heute?! Ich warte und warte und frag' dann da so einen Typ, ob das der einzige Ausgang hier ist, wo man abgeholt werden kann. Ja ist es, sagt er. Woher ich denn käm', aus Deutschland? Ja , woher weiß er das? Er hat es an meinem Akzent gehört, denn er kennt sich angeblich mit Deutschland aus. Ob ich denn aus Bavaria komm'......war ja klar! Woher soll ich auch sonst kommen?! Nein, Du Vollhorst ich komm' nicht aus Bayern, das würde man ja dann auch hören Mr. Deutschlandexperte! Ich komm' aus Baden-Würtemberg, Lake of Constance......sagt dem Deutschlandexperte natürlich nix aber er erzählt mir, wo er in Bayern schon überall war - hey Alter, schwätz' mir kein Geschwür ans Ohr heute Nacht noch, ich penn' eh gleich ein.

Also wenn die Jungs nicht gleich kommen, lass' ich die ausrufen, sonst sitz' ich morgen früh noch hier und wir schlauen haben natürlich keine Nummern ausgetauscht. Aber endlich kommen sie und wir gehen zum Auto.

Fahren dann die Route 64 nach Shelbyville, ca. ne halbe Stunde und währenddessen werden mir die amerikanischen Straßenregeln erklärt. Echt lieb von Euch Jungs aber bin halt heut' Nacht nicht mehr so aufnahmefähig. Bekomme einen ersten Eindruck von Shelbyville at night und ich muss feststellen, es ist ja gar nicht so klein, wie ich dachte.

Dann am Appartment in der Hi-Point-Siedlung angekommen und voilá was für 'ne geile Wohnung! Zwei Schlafzimmer, mi je 'nem begehbaren Kleiderschrank, zwei Bäder, 'ne Küche mit Hauswirtschaftsräumchen (Waschmaschine und co.), Wohn-/Esszimmer und einen Balkon.

KitchenDinning roomLiving roomsleeping roomthe bedthe bed with Grisuwalk-in wardrobewalk-in wardrobe, the secondbathroombalconybalcony, the secondLake AlisonDer Teich unserer SiedlungBlick von meinem Balkon ausandere Seite, Blick von meinem Balkon aus

Voll süß, Becky, die Sekretärin der Firma hat mir noch so 'en Starterpackage in die Küche gestellt und Milch und Wasser für mich eingekauft und einen Zettel mit ihrer Nummer, die ich anrufen kann, wenn ich Probleme hab hingelegt. Danke Becky, voll lieb von Dir!

Lunchpackage by Becky....mit lauter amerikanischen Leckereien

So jetzt erstmal die Adiletten raus und Nummern austauschen. Also Wohnung ist echt geil, aber noch geiler jetzt erstmal zu schlafen.  

Das Wetter hier ist so, wie bei Euch, also so 35°C aber es kommt einem heißer vor, weil es so der Maßen schwül und drückend ist, dass hier in Amerika die Klimaanlagen in den Wohnungen permanent laufen, anders hältst es auch nicht aus. 

Schlafen konnt' ich ganz gut, mit meinem Grisu noch besser Winken , bis auf dieses heftige Gewitter, was mich kurz wach machte. Naja die Welt ging schon ein bisschen unter, hat viel geregtnet, gestürmt, gehagelt, gedonnert und geblitzt, aber ich hab mich wieder umgedreht und geschlafen. 

So der Freitag, der für mich nun 30 Stunden hatte ist jetzt geschafft - auf zu den nächsten 69 Tagen.

 

 

Erster Eintrag

Mittwoch, 14.07.2010

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.